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Marrakech – Reise in die Medina (durch Anonym)

Derzeit ist, die ehemalige marokkanische Hauptstadt, Marrakesch eines der beliebtesten Reiseziele, besonders unter Travelbloggern ein absoluter Favorit. Die Stadt zählt beinahe eine Millionen Einwohner, liegt in der subtropischen Zone unserer Erde und befindet sich so ziemlich in der Mitte von Marokko. Insbesondere aber ist Marokko für seine Medina bekannt, die noch aus der Berberzeit stammt. Im Abstand von wenigen hundert Metern befinden sich lauter Moscheen, alles umzogen von der Stadtmauer. Alles ist eng bebaut und ähnelt einem nie endenden Labyrinth, in welchen sich die Souks eingerichtet haben und dort traditionelle Ware an die Einwohner und Touristen verkaufen. Meist findet man hier Lehmbauten, da sie schön kühl halten bei heißen Temperaturen und zudem eine angenehme Farbe abgeben, die dem Ganzen einen besonderen Charme verleiht. Das Einfahren mit einem PKW ist in der Medina verboten, weswegen tatsächlich noch heute mit Schubkarren und Eseln transportiert wird, doch leider fahren dort auch viele mit ihren Mofas, dessen Gestank auch nach Tagen nicht erträglicher wird. Doch abgesehen von der unglaublichen Vielzahl von Gerüchen und Farben, als auch Menschen und Tieren, die man in der Medina wahrnimmt, genießt man einen erstklassigen Ausblick auf das wunderschöne Atlasgebirge, dass an Marrakesch angrenzt. Ich schwöre wenn ich sage, dass ich in meinem Leben nie sowas derart schönes gesehen habe, wie dieses Gebirge. Man steht über den Dächern der Stadt und schaut mitten ins Gebirge. Es sieht ungelogen so aus als hätte jemand eine Fototapete auf die andere Seite der Stadt geklebt. Es ist einfach nichts mehr zwischen Stadt und Gebirge. Wer also auch auf Wandern steht, kann hier gleich länger verweilen.
Vor Ort kommt ihr im übrigen mit Englisch sehr gut zurecht, französisch wäre optimal, einige sprechen sogar deutsch.

Vermutlich kennt man sie bereits aus sämtlichen Urlaubszielen: Die lästigen, wirklich nervigen, aber auch lieben Händler, die einen 24/7 anquatschen, ob man nicht etwas kaufen möchte, die dann aber zickig werden, wenn man mit dem Preis nicht zufrieden ist. Doch sollte man, besonders als Tourist, nicht mit dem Händler verhandeln, verkauft er nichts und ist beleidigt, denn in den Souks gehört es definitiv zum guten Ton zu handeln. Wer also schon immer mal wissen wollte wie gut er darin ist möglichst günstig einzukaufen und die raffiniertesten Strategien der menschlichen Manipulation anzuwenden, wird hier nicht zu kurz kommen. 

Eines kann ich aber unter Garantie sagen: Ich kenne kaum ein so derart herzliches Volk wie ich das marokkanische kennenlernen durfte. Besonders in Marokko ist Hilfsbereitschaft, Offenheit und Gastfreundlichkeit groß geschrieben, vielleicht lag es auch an uns Touristen. Uns wurde stets geholfen, wenn wir uns mal verlaufen hatten, jeden Tag lernten wir neue unglaublich nette Menschen kennen. Wie es gute Seiten gibt, gibt es leider auch schlechte. Es herrscht starke Armut, viele Menschen leben von dem bisschen Geld, was sie beim Straßenverkauf ihres selbstgebackenen Brotes verdienen und tatsächlich bekommen die Menschen hier nicht viel Geld. Viele leben auf der Straße, Tiere leben draußen und verwaisen häufig. Viele Menschen werden auf Grund von Behinderungen oder privaten Gründen von der Gesellschaft ausgeschlossen, einige sind „verflucht“. Einem Europäer bricht es vor Ort vermutlich direkt das Herz, doch leider ist dies Normalität. Ihr Glaube aber gibt ihnen Hoffnung, sie beten viel und überall. Sobald aus dem Gebetsturm die Stimme des Muezzin erschallt, hält die gesamte Stadt für einen kurzen Augenblick inne und betet mit. In einem Abstand von weniger als einer Minute folgen plötzlich alle umliegenden Gebetstürme mit dem selben Gebet. Ein erwärmendes Gefühl überkommt einen durchaus, es sei denn die Muezzin schreien schon um 5 Uhr Morgens um die Wette, während dein Riad, in dem du gerade eigentlich schläfst, direkt neben einem Gebetsturm liegt, was in der Medina durchaus kein seltener Zufall ist. Ja genau dann, dann hasst du diesen Menschen. Besonders witzig ist es aber dann zu hören, dass die Menschlichkeit trotz des Gebets erhalten bleibt. Wir haben mehrmals erlebt, wie der Muezzin beim Gebet mal genießt, mal gehustet oder sogar mal einen Lachanfall bekommen hat. Auch wenn wir kein Wort verstehen, wirkten die Menschen absolut gelassen dabei.

Bevor eine Reise nach Marrakesch geplant wird, sollte man sich bekanntlich nach einer Unterkunft umsehen. Viele Touristen laufen hier direkt als erstes im sämtliche Hotels, doch dies ist ein absoluter Fehler. Wer das echte marokkanische Leben entdecken will, sucht sich ein Riad in der Medina. Ich verspreche, ihr werdet nichts vergleichbar schönes finden wie die zauberhafte Schönheit eines Riads. Ein Riad, um das mal ein wenig zu erklären, ist ein traditionelles Haus mit einem Innenhof im inneren. Viele halten hierin wunderschöne Bäume und Pflanzen und nicht selten findet man im Innenbereich einen Wasserbereich, eine Art Pool, der aber nur für die Füße reichen würde. Um diesen Innenbereich herum dann findet man sämtliche Räumlichkeiten. Die Verzierung des Hauses wird meist traditionell gehalten und mit mordernen Stücken neu aufgewertet. Fast immer gibt es zudem noch einen Rooftop, beispielsweise mit einer kleinen Sitzecke oder sogar Whirlpools. Diese Schönheit, im Herzen der Stadt, kostet sogar viel viel weniger als ein olles 0-8-15 Hotel. Außerdem erhaltet ihr durch das Riad viel intensivere Quellen für Unternehmungen oder Restaurants, einfach echte Empfehlung, weil die Menschen im Riad ebenfalls leben. Man kann es sich also so vorstellen wir Airbnb, nur eben für Riads. 

Vor Ort kann man sich unglaublich lange in den Souks aufhalten und sein Geld loswerden, man kann aber auch alte Paläste besuchen, wie beispielsweiseden Bahia-Palast oder den großen Marktplatz Djemaa el Fna besuchen. Außerdem bieten Kutscher eine Rundtour durch Marrakesch an und bringen einen zum Jardin Majorelle, dem einen oder anderen bekannt für das Azur-Blaue Gebäude. Dicht daneben ist das auch absolut sehenswerte Museum von Yves Saint Laurent.

Zur Entspannung und natürlich um sich den Magen voll zu hauen, kann man in der Medina unglaublich gute und wirklich schöne Restaurants aufsuchen, wie beispielsweise im lejardin, Nomad oder euch im Castel sogar mit Showeinlagen bekochen lassen. Ein absoluter Geheimtipp für den letzten gemeinsamen Abend ist im übrigen Térrasse des épices.Es ist ein unglaublich schönes rooftop-Restaurant, mit super freundlichem Personal. Ein Musiker beschallt die Kunden mit unglaublich schöner und beruhigender Akkustikmusik, man sieht den Sonnenuntergang und kann so richtig abschalten. Wenn ich daran zurückdenke, habe ich Gänsehaut, so schön war dieser Abend. Das alles klingt vermutlich unglaublich teuer, kostet aber etwa 15 Euro den Abend für Vor- und Hauptspeise, Getränke und Wein. Kochen können die Marokkaner im übrigen wirklich hervorragend gut! 

Vielleicht konnte ich euch ein wenig von Marrakesch begeistern, doch ich glaube man muss dort gewesen sein um die Wahre Schönheit dieser Stadt zu spüren. Bis dahin.



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Kommentar zum Artikel Marrakech – Reise in die Medina.
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Anonym Schrieb Heute um 22:01:
Libra Schrieb:
love it
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Anonym Schrieb Heute um 20:46:
MsSuicideSheep Schrieb:
😋
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Anonym Schrieb Heute um 14:31:
Vanilla Schrieb:



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