Lele Schrieb:
Freitag, 01. Juli:
Bereits um 15.00 machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof in Zürich, wo ich dann gemütlich über eine Stunde zeit hatte um mir was von Starbucks & ein Sandwich von Brezelkönig zu holen. Endlich, pünktlich, traf mein Zug ein und alles schien perfekt! Doch bereits nach wenigen Minuten kam die erschütternde Durchsage das wir in Basel umsteigen müssen. Schade, dass wurmte mich sehr, aber als ich sah das ich genügend Zeit zum umsteigen hatte legte sich mein Frust auch wieder etwas.Die Zugfahrt war sehr angenehm, jedenfalls mal bis Basel.In Basel begann dann die rennerei.Ich, überhaupt nicht überfordert mit der Situation, rannte einfach allen nach und hab fest gehofft das ich am Ende im richtigen Zug landen werde - was mir dann auch - nach einem heftigen asthmaanfall - schliesslich auch gelang.
Endlich! Nach einer 2,5h Zugfahrt kam ich nun endlich an der gewünschten Ortschaft an: Frankfurt am Main.Gut, der Bahnhof fand ich jetzt nicht so schön, jedenfalls die Decke.Aber es war weniger voll als erwartet und alles sehr gut beschrieben, den Hauptausgang fand ich dann relativ zügig.Draussen kurz Google maps gestartet und nach gut 20m kam die ernüchterung: Wo war denn jetzt der Weg?! Links von mir gab es eine Gasse, es stank enorm mach Pipi und die Leute kamen sehr zwielichtig rüber. Ich entschied mich, lieber durch den Bahnhof zu laufen. Am Nord Ausgang sah es dann schon freundlicher aus. Naja okey - nicht wirklich. Aber wenigstens fand ich den Weg und landete wenig später bereits im meiner gebuchten Unterkunft.
Das Hotel ist sehr klein, merkt man bereits wenn man es betritt. Eigentlich möchte ich das Wort Hotel vermeiden, da ich unter dem Begriff etwas anderes verstehe. Der Rezeptionist kam freundlich rüber, aber er sprach sehr leise und ich fühlte mich bereits etwas unbehaglich wenn ich mich so umsah.Nach der Bezahlung bekam ich eine komplett weisse Zimmerkarte und er sagte ich hätte die Nummer 32 im dritten Stock. So weit so gut. Da ich meinem Gehirn nicht vertraue schrieb ich mir die Zimmernummer sicherheitshalber im Handy auf - better safe than sorry, aber leid tun würde es mir ohnehin noch. Gleich neben der Rezeption gab es dann auch einen Lift. Während ich darauf wartete - achtung TW gewalt - hört ich wie im Zimmer hinter mir jemand jemand anderen schlug und Dinge sagte wie "why are you not listen to me?!" und weiteres, leider konnte ich nicht erkennen ob der geschlagene M oder W war denn man hört nur ein wimmern und das die Person undeutlich "stopp" sagte. Der Rezeptionist bekam wind davon und klopfte ein paar mal an die Tür und sagte "hello?" doch die schläge und rufe gingen weiter. Mein Lift kam, und ich flüchtete mich hinein, fuhr in den dritten Stock und fand auch gleich mein Zimmer.
Der erste Eindruck war gut. Klein aber fein. Doch nach und nach fielen mir kleine Mängel auf, die mir zu denken gaben. Manche Mängel fotografierte ich sicherheitshalber damit niemand sagen konnte das ich das gewesen war. Durch den Lärm war an schlaf erst mal nicht zu denken, jemand im Hotel hörte Musik was ich bis zu mir rüber hören konnte. Ich fing an nun die Bewertungen vom Hotel zu lesen die sehr oft sehr schlecht waren (1/5 Sternen) und oft auch mit Mängeln die mir selbst schon aufgefallen war. Es gab auch keine Klimaanlage, man musste also mit offenem Fenster schlafen obwohl man vom Lärm draussen gestört wurde. Ein Telefon gab es auch nicht, praktisch hatte ich keinerlei Infos. Glücklicherweise hatte ich noch Getränke vom der Zugfahrt dabei an denen ich mich bedienen konnte. Ansonsten hätte es Wasser aus dem Hahnen wohl tun sollen - bitte versteht mich nicht falsch! Aber mir schmeckt das Wasser aus dem Hahn aus der Schweiz einfach besser als das von Deutschland. 😭 Vermutlich aber gewöhnungssache.
Ich entschied mich dazu, nur bis Montag in diesem Hotel zu bleiben und buchte mir ein besseres Hotel in der Nähe. Um 23.00 versuchte ich dann mal einzuschlafen was mir nach einer Weile doch tatsächlich gelang. Jedenfalls schneller als erwartet.