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Das Stockholm Syndrom (durch BlackLotus )

Das Stockholm Syndrom ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer einer Geiselnahme positive Gefühle zu ihren Geiselnehmern entwickeln. Bei einigen klingelt bei diesem Satz jetzt vielleicht etwas. Denn ich glaube die meisten von uns sind besonders durch die Serie "Haus des Geldes" erstmals auf das Stockholm Syndrom gestoßen. Aber was genau steckt dahinter und woher kommt der Begriff eigentlich? Das schauen wir uns heute mal genauer an!

Menschen mit Stockholm-Syndrom verteidigen den Menschen, der ihnen Schlimmes angetan hat – etwa eine Entführung oder Geiselnahme. Sie entwickeln Verständnis und Sympathien und verteidigen die Straffälligen vor der Polizei. Mitunter kommt es sogar zu einer Liebesbeziehung.

Ursachen und Symptome

Bei einer Geiselnahme sind die Opfer natürlich in einer absoluten Ausnahmesituation und können nicht mehr klar denken oder handeln. Sie sind isoliert von der Außenwelt, haben keine Informationen über die allgemeine Situation und ihr einzig sozialer Kontakt ist ausschließlich der Geiselnehmer selbst. Das hat natürlich einen riesen Einfluss auf die Wahrnehmung und führt durch eventuelles Brainwashing der Geiselnehmer sogar zur Wirklichkeitsverzerrung. Die Opfer klammern sich aus Angst um das eigene Leben an die Person, die ihre einzige
Hoffnung und Überlebenschance ist: Der Geiselnehmer. Zudem stellt der Geiselnehmer den einzigen Zugang zur Außenwelt dar. Das kann folglich von Sympathiebekundungen in denen der Geiselnehmer als eine Art "Messias" dargestellt wird bis hin zur Allianz zwischen Geisel und Geiselnehmer führen. Eine weitere Ursache hängt vom Verhalten der Täter ab. Oftmals schaffen sie es, die Geiseln davon zu überzeugen, dass sie keine Gewalt anwenden wollen. Geiseln sind schließlich ihr wichtigstes Druckmittel. In ihrer verzerrten Wahrnehmung könnten die Geiseln das als Schutz und auch Vertrauen deuten.
Besondere Merkmale/Symptome sind außerdem Verständnis für die Tat-Motive, Unterstützung bei der Zielerreichung (z.B durch Anlügen der Polizei), Angst oder Misstrauen gegenüber der Polizei und Schuldgefühle über die eigene Freilassung, während der Täter im Gefängnis ist.
Entstehung

Den Namen hat das Stockholm Syndrom durch die Hauptstadt Schwedens bekommen. In Stockholm wurde das Phänomen nämlich im Jahr 1973 zum ersten Mal bei einem Banküberfall entdeckt.

Am 23. August 1973 um 10 Uhr morgens betritt Janne Olsson, ein Gefangener auf Freigang bewaffnet die Kreditbank am Norrmalmstorg im Stadtzentrum von Stockholm. Gleich zu Beginn nimmt er 4 Bankangestellte als Geiseln und verlangt, dass der bekannte Kriminelle Clark Olofsson, zu ihm in die Bank gebracht wird. Außerdem fordert er 3 Mio schwedische Kronen, Schusswaffen, schusssichere Westen und ein Fluchtauto.Die ersten 3 Tage verlaufen noch recht unspektakulär, am 3. Tag aber begeben sich Janne Olsson und der inzwischen in die Bank überführte Clark Olofsson ungewollt in eine Falle. Als sie sich mit den Geiseln zusammen in den Tresorraum zurückziehen, gelingt es 2 Polizisten, die sich in die Bank hineingeschlichen hatten, sie dort einzuschließen. Mittlerweile fühlen sich die Geiseln allerdings sicherin der Hand der Geiselnehmer, da sie sie offensichtlich vor einem brutalen Zugriff der Polizei bewahren und damit Leben und Gesundheit schützen.
Durch ein Loch dass die Polizei bohren will, soll Gas in den Tresorraum hineingelassen werden. Die insgesamt 6 Personen sollten so betäubt und dann ohne weitere Gewalt- und Waffenanwendung aus der Bank geführt werden. Das klappte am Ende auch, nur dass sich Olsson und Olofsson sogar freiwillig ergeben haben. Das eigentlich spektakuläre an der Sache sind die Geiseln. Am Ende ignorierten sie sogar zunächst die Polizeiaufforderung, den
Tresorraum als erste zu verlassen, weil sie Sorge hatten, Olsson und Olofsson könnten sonst von der Polizei erschossen werden. Teilweise verteidigten die Geiseln auch das Handeln des Entführers und traten nachder Befreiung für eine mildere Bestrafung ein. 2 der Geiseln
haben sich danach sogar ein paar Mal mit den beiden Straftätern getroffen.

Stockholm Syndrom in Serien und Filmen

*mögliche Spoiler Warnung*

Das wohl bekannteste Beispiel ist Haus des Geldes. Monica war eigentlich eine normale Geisel, empfindet mit der Zeit aber immer mehr Sympathie für die Geiselnehmer. Aber besonders Denver hat es ihr angetan, in den sie sich schließlich auch verliebt. Das ganze führt dazu, dass sich Monica der Gruppe anschließt und keine Geisel mehr ist. Daher auch ihr Städtename: Stockholm.

Ein weiteres Beispiel wäre 365 Tage. Die Hauptdarstellerin fährt nach Sizilien in den Urlaub, wo sie von Massimo, einem Mafiaboss gekidnappt wird. Er gibt ihr 365 Tage Zeit, sich in ihn zu verlieben. Genau genommen ist das natürlich ein gezwungenes Stockholm Syndrom. Klappen tuts am Ende aber trotzdem.



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Kommentar zum Artikel Das Stockholm Syndrom.
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Nephynes Schrieb auf 17-06 16:55:
Nephynes Schrieb:
MasonMountFan19 Schrieb:
also ich kenne Stockholm Syndrom von one direction
Ich muss auch immer an das denken haha
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MasonMountFan19 Schrieb auf 12-06 17:35:
MasonMountFan19 Schrieb:
also ich kenne Stockholm Syndrom von one direction 
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Anonym Schrieb auf 12-06 17:07:
Mojito Schrieb:
Oh und eventueller SPOILER FÜR HAUS DES GELDES
Ich finde es so passend, dass Monica Stockholmsyndrom kriegt, weil die Serie ja so aufgebaut ist, dass die Bankräuber "die Helden" für den Zuschauer sind. Deswegen finde ich es ein total cooles Detail, dass eine Geisel die Bankräuber auch total sympathisch findet.
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Anonym Schrieb auf 12-06 17:01:
Mojito Schrieb:
Ich finde das Stockholm Syndrom so spannend, allgemein die menschliche Psyche ist so verwirrend und überraschend.
Als normaler Mensch, der so eine Situation nie erleben musste kann man sich sowas echt gar nicht vorstellen, weil es sich irgendwie jedweder Logik entbehrt, die man als Außenstehender auf die Situation hat. 
Also der Glaube, dass die Entführer einen Schützen ist ja in sich so krass widersprüchlich, da die Entführer einen ja eigentlich erst in die Situation gebracht haben und trotzdem ist es ein bekanntes Phänomen von dem vermutlich jeder schonmal irgendwie gehört hat.
Ich glaube ein wichtiger Punkt ist eben auch, dass die Entführer der einzige Umgang sind den die Geiseln oft haben.
Der Mensch braucht ja die sozialen Kontakte und nicht nur in solchen Extremsituationen lässt man sich ja von seinem Umfeld beeinflussen. Das passiert ja im alltäglichen Leben auch.
Ich glaube dazu kommt auch noch, dass es einfacher ist, sich der Situation zu ergeben als dagegen anzukämpfen, ich glaube dass das auch ein Selbstschutzmechanismus sein kann, weil die Situation psychisch einfach zu belastend für die Geisel wird. Dann sagt das Hirn halt: ob, ich muss  mich irgendwie anpassen, es scheint hier erst mal keinen Ausweg zu geben und ich muss die Person irgendwie vor dem Durchdrehen schützen.

Finde auch richtig krass, dass welche der Geiseln in Stockholm danach noch die Geiselnehmer getroffen haben x'D Also krass dass es sogar nach Auflösung der Situation noch so lange anhalten kann.
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BlackLotus Schrieb auf 12-06 16:24:
BlackLotus Schrieb:
Tut mir leid, dass man den Layouter und Reporter nicht sieht. Hab es nicht gefixt bekommen!

@palelilac 



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