Schrieb:
Mobben bringt jetzt auch nichts mehr, hat generell nie etwas gebracht. Das ging schon los als sich die Medien die Mäuler über Pegida zerrissen haben. Idioten gibt's überall aber ganz ehrlich wenn man sich über Aussagen wie "Die Ausländer nehmen uns unsere Arbeit weg." in den Medien nur lustig macht, ohne die eigentliche Angst dahinter zu verstehen, nämlich die prekäre Arbeitssituation (unsichere, befristete, niedrige bezahlte Stellen, Leiharbeit die weiter zunehmen) braucht man sich nicht wundern, dass das große Teile der Bevölkerung in die Arme der Rechtspopulisten treibt. Klar ist das blöd. War aber abzusehen. Irgendeinen Sündenbock braucht man immer. Entweder sind es die Hartz IV Empfänger, die ja ALLE so faul sind und nicht arbeiten wollen. Dass teilweise nicht einmal Weiterbildungen genehmigt werden, wenn man als zu alt erachtet wird und die meisten in irgendwelche menschenunwürdigen niedrig Lohnjobs gesteckt werden und dadurch qualifizierte Leute verdrängt werden, nur um Kosten zu sparen, will natürlich niemand sehen..Hauptsache drauf rum hacken. Jetzt ist das neue "Feindbild" der Flüchtling oder Ausländern, dass ja scheinbar sehr erfolgreich von den Rechtspopulisten genutzt wird. Die eigentlichen Probleme bleiben aber trotzdem die selben, der Unterschied zwischen arm und reich wird immer größer, der Mittelstand schrumpft und rutscht in die unteren Milieus ab, es fehlt an bezahlbaren Wohnraum, weil der soziale Wohnungsbau nicht wirklich gefördert wird, immer mehr Ältere sind von Altersarmut betroffen, Paare müssen sich überlegen ob sie sich Kinder überhaupt leisten können. Ist vielleicht auch Jammern auf hohem Niveau, denn eigentlich geht's uns in Deutschland verhältnismäßig gut, dennoch sollte die relative Armut, die weiter steigt nicht unterschätzt werden. Mag sein, dass das im Westen noch nicht ganz so krass ist, aber im Osten Deutschlands ist es wirklich auffällig. Mir tut es leid, wenn ich Renter sehe, die Pfandflaschen sammeln müssen, weil sie mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen und Aufstocken auch nicht viel bringt. Die Rechtspopulisten haben das für sich genutzt und versucht sich volksnah zu geben. Viele haben aus Protest gewählt. Klar ist das dumm, weil dadurch Menschen ins Parlament kommen, die dort offenkundig ihren Fremdemhass zur Schau stellen und etablieren wollen. Die Schuld trifft aber nicht nur die Wähler, sondern auch die Regierung, die es nicht geschafft hat sich um die Sorgen der Bevölkerung zu kümmern. Mobben bringt einfach mal überhaupt nichts, anstatt zu Mobben lieber mal mit den Leuten reden, weshalb sie denn die AfD gut finden u/o gewählt haben. Das bringt mehr als Mobben. Mobben treibt nur noch einen größeren Keil durch die Gesellschaft, das muss echt sein.
Wie gesagt, ich finde es auch nicht gut die AfD zu wählen und heiße das auch nicht gut, da gibt's echt bessere Alternativen, wenn man die sozialen Probleme angehen möchte. Dennoch bringt es aus meiner Sicht auch nichts AfD - Wähler zu mobben und dadurch noch weiter ins Abseits zu bringen, dass kommt nur noch stärker den Rechtspopulisten zu Gute. Die AfD-Wähler waren schon vorher im Abseits der Gesellschaft, ansonsten wählt man gar nicht erst AfD (aus Protest).