blumi Schrieb:werkstatt.mediensprache.net/ZvW_Bild.ashxIn den untersuchten Artikeln der Bild-Zeitung (siehe auch:
Empirische Basis) wurde versucht, die Distanz zwischen den Lesern und dem Text zu
reduzieren. Dazu diente die direkt Ansprachen an den Leser. Dieses wurde
einerseits durch rhetorische Fragen wie z. B
Und wie will Rot-Grün dann regieren? realisiert. Ferner wurde in beiden Artikeln hauptsächlich die direkte Rede verwendet.
Bei der Wortwahl wurde mit einer emotionalisierten Sprache darauf
geachtet, die Assoziationen des Lesers in die gewünschte Richtung zu
lenken. Dieses wurde u. a. mit
Metaphern erreicht. Darunter waren allgemein gebräuchliche, wie z. B.
Ampel für die Koalition zwischen FDP, SPD und Grüne. Zusätzlich befinden sich
in den Artikeln jedoch auch Metaphern aus den Bereichen Glücksspiel (
Kehrtwende im Poker um die Macht in NRW!) oder Krieg (
Eine rot-grüne Regierung kann im Bundesrat wichtige Vorhaben der scharz-gelben Bundesregierung torpedieren.). Auch die folgenden Beispiele unterstreichen den auf "Sensation,
Explosion und Brachialgewalt zugespitzten Wortschatz" (Voss 1999, S.
67).
''(1) Horror-Crash
(2) "Hilfe, mein Bein ist ab, mein Bein ist ab!"''
Ebenfalls auffällig ist die Wahl der Verben. Durch „Verben der Aktion und Bewegung“ (Linden 2000, S. 29), wie z.B.
rasen,
torpedieren,
zertrümmert oder
kracht bekommt der Leser das Gefühl, er wäre live bei den Geschehnissen dabei. (...)
Die Art und Weise, wie hier zitiert wird, ist nicht so doll (ohne Anführungsstriche und Zeilenverweis), aber die sprachliche Analyse find ich ganz gut, also so in etwa.