hypnotika Schrieb:
Comatose Schrieb:
Bei uns gibts sowas gar nicht, komme aus Österreich. hypnotika Schrieb:

Und sei mir nicht böse, aber ich hab nach den ersten paar Zeilen aufgehört zu lesen, weil ich die schon nicht verstanden habe. XDDDDDDDD
Deutsch ist einfach der Lk für Faule.. (me) XDDPhyx Schrieb:
seltsam, bei uns sind Gedichtinterpretationen relativ beliebt. Brechts Gedichte haben immer dasselbe Schema und Inhalt (wir haben Exilgedichte behandelt).
Besser als erörterndes Erschließen pragmatischer Texte. Bei der letzten Klausur gab es Stress, weil viele gar nichts mit dem Text anfangen konnten. Es war eine Kritik von Herbert Kaiser zum Drama Iphigenie auf Tauris.
"Kühn ist ihr Handeln, weil es aller Praxis und Erfahrung zuwiderläuft, indem es denInteressen-Gegner zum Vernunft-Partner zu gewinnen sucht, wobei es jedoch keinerlei
Erfolgsgewißheit hat. Ob der „rohe Skythe“, der „ins Reden keinen Vorzug (setzt)“, ihren
naturrechtlichen Appell an die „Stimme der Warheit und der Menschlichkeit“ versteht und ihn
befolgt, ist nicht sicher. Ja, gerade der völlige Verzicht auf Sicherheit ist die Voraussetzung
dafür, dass sich die Wahrheit des Herzens in die Wahrheit der Tat umsetzt. […]
Schiller übersetzt Kants Aufklärungsmaxime „sapere aude“ mit: „erkühne dich, weise zu
sein“. In diesem Sinne ist auch für Goethe der Aufklärungsprozeß der Humanisierung ein Akt
des Mutes, der nur im verantwortlichen Handeln des Einzelnen gelingen kann und immer
wieder neu gewagt werden muß – ein unberechenbares Experiment.
[...] Die Verwirklichung der sozialen Vernunft hat also Zirkel-Charakter: Die Realisierung der
Vernunft im Handeln des einen setzt die Realität der Vernunft in der Reaktion des anderen
immer schon voraus, und diese Voraussetzung bleibt unsicher. Nur im ungewissen Vorgriff
auf die menschheitliche Vernunft des anderen lässt sich vernünftig handeln. Die Rationalität
der sozialen Vernunft entzieht sich der Planbarkeit, ist nicht rationalistisch machbar.
Die wichtigste Konsequenz aus dieser Einsicht ist wohl die Zerstörung eines unkritischen
Fortschrittsglaubens: Goethe stellt in der „Iphigenie" dar, dass es keinen
entwicklungsgeschichtlichen, gewissermaßen automatischen Fortschritt im Prozess der
Verwirklichung der Humanität gibt. Im Gegenteil: Das menschliche Zusammenleben droht
durch den Fluch des schicksalhaften und unverstandenen Handelns aus „Not" immer stärker
bestimmt zu werden, weil dieses als ein taktisches, den Umständen angemessenes kluges
Handeln gesellschaftlich vorherrscht. Die Humanisierung bleibt dagegen auf die kühnen
Einzeltaten angewiesen, die in der bestehenden Gesellschaft (in Goethes Schauspiel) immer
nur aus der Position äußerer Schwachheit geschehen können (Iphigenie als Frau). Allein die
Radikalität eines freien und allgemeinen Sprachhandelns: die Aufhebung aller nationaler und
kulturell-weltanschaulicher Differenzen durch die Macht des wahren Wortes, das natürlich
und sittlich, subjektiv und allgemein ist, kann diese Schwäche überwinden."
Das war die schlimmste Klausur!
Meine Klasse war mega faul und generell hat deutsch niemanden richtig interessiert, dementsprechend haben alle lieber ne Erörterung geschrieben, wo man sich an genannten Fakten orientieren konnte, oder irgendwas wos um die eigene Meinung ging. Aber Interpretation hat auch einfach niemanden interessiert, weswegen sich alle davor gedrückt haben. seltsam, bei uns sind Gedichtinterpretationen relativ beliebt. Brechts Gedichte haben immer dasselbe Schema und Inhalt (wir haben Exilgedichte behandelt).
Besser als erörterndes Erschließen pragmatischer Texte. Bei der letzten Klausur gab es Stress, weil viele gar nichts mit dem Text anfangen konnten. Es war eine Kritik von Herbert Kaiser zum Drama Iphigenie auf Tauris.
"Kühn ist ihr Handeln, weil es aller Praxis und Erfahrung zuwiderläuft, indem es denInteressen-Gegner zum Vernunft-Partner zu gewinnen sucht, wobei es jedoch keinerlei
Erfolgsgewißheit hat. Ob der „rohe Skythe“, der „ins Reden keinen Vorzug (setzt)“, ihren
naturrechtlichen Appell an die „Stimme der Warheit und der Menschlichkeit“ versteht und ihn
befolgt, ist nicht sicher. Ja, gerade der völlige Verzicht auf Sicherheit ist die Voraussetzung
dafür, dass sich die Wahrheit des Herzens in die Wahrheit der Tat umsetzt. […]
Schiller übersetzt Kants Aufklärungsmaxime „sapere aude“ mit: „erkühne dich, weise zu
sein“. In diesem Sinne ist auch für Goethe der Aufklärungsprozeß der Humanisierung ein Akt
des Mutes, der nur im verantwortlichen Handeln des Einzelnen gelingen kann und immer
wieder neu gewagt werden muß – ein unberechenbares Experiment.
[...] Die Verwirklichung der sozialen Vernunft hat also Zirkel-Charakter: Die Realisierung der
Vernunft im Handeln des einen setzt die Realität der Vernunft in der Reaktion des anderen
immer schon voraus, und diese Voraussetzung bleibt unsicher. Nur im ungewissen Vorgriff
auf die menschheitliche Vernunft des anderen lässt sich vernünftig handeln. Die Rationalität
der sozialen Vernunft entzieht sich der Planbarkeit, ist nicht rationalistisch machbar.
Die wichtigste Konsequenz aus dieser Einsicht ist wohl die Zerstörung eines unkritischen
Fortschrittsglaubens: Goethe stellt in der „Iphigenie" dar, dass es keinen
entwicklungsgeschichtlichen, gewissermaßen automatischen Fortschritt im Prozess der
Verwirklichung der Humanität gibt. Im Gegenteil: Das menschliche Zusammenleben droht
durch den Fluch des schicksalhaften und unverstandenen Handelns aus „Not" immer stärker
bestimmt zu werden, weil dieses als ein taktisches, den Umständen angemessenes kluges
Handeln gesellschaftlich vorherrscht. Die Humanisierung bleibt dagegen auf die kühnen
Einzeltaten angewiesen, die in der bestehenden Gesellschaft (in Goethes Schauspiel) immer
nur aus der Position äußerer Schwachheit geschehen können (Iphigenie als Frau). Allein die
Radikalität eines freien und allgemeinen Sprachhandelns: die Aufhebung aller nationaler und
kulturell-weltanschaulicher Differenzen durch die Macht des wahren Wortes, das natürlich
und sittlich, subjektiv und allgemein ist, kann diese Schwäche überwinden."
Das war die schlimmste Klausur!

Und sei mir nicht böse, aber ich hab nach den ersten paar Zeilen aufgehört zu lesen, weil ich die schon nicht verstanden habe. XDDDDDDDD



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wünsch dir auf jden fall viel erfolg am donnerstag und versuch das mit den stichpunkten und textarbeit mal! 

