Willkommen bei Virtual Popstar!| LEBEN Mein Tagebuch und ich |
| Ich hab gesehen, dass es einige gibt, die hier auch Tagebuch schreiben (bzw journal - en? wie auch immer man das englische Verb verdeutscht) und wollte eine kleine Übersicht über das geben, was ich in den rund zwei Jahren, die ich schon ein Journal nutze, ausprobiert habe und wie es aussieht. Das Ganze natürlich mit Hilfe von Fotos aus meinen Tagebüchern und Journals. D I S C L A I M E R Die Bilder sind bewusst klein, da ich mir für den Blog nicht die Mühe machen wollte extra nachzulesen, wo eventuell sensible Infos drauf stehen. Es sind meine Bücher, was heißt, dass ich mich nicht zensiere, keine falschen Namen benutze und auch mir selbst gegenüber so ehrlich bin, wie ich es im Moment sein kann. Da kann es manchmal vorkommen, dass ich Dinge über Menschen aus meinem Leben schreibe, die ich für mich verarbeiten muss und nicht nur in meinem Kopf haben will, die aber auch eindeutig nicht in die Öffentlichkeit gehören. M E I N E A N F Ä N G E Angefangen hat alles in einem teils benutzen A5 Notizheft und meiner wöchentlichen To-Do Liste. Januar 2024 habe ich angefangen, meine To-Do Listen nicht mehr digital zu führen, sondern sie aufzuschreiben. Um sie nicht dauernd auf meinem Schreibtisch zu verlieren, habe ich mich für das Notizbuch entschieden. ![]() Es ist wirklich Funktionalität durch und durch. Doch Ende Mai dachte ich mir ... wieso nicht etwas Neues ausprobieren und neben meiner wöchentlichen To-Do Liste ein kleines Review zu meiner Woche geben. Das Endresultat ist eine kleine Seite mit täglichen Highlights, meinen geplanten Aufgaben, eine Übersicht über meine Bücher und einen Ort um Momente voller Stolz, Gedanken, die mich beschäftigten, und jeden sonstigen Kleinkram aufzuschreiben. NEUE WEGE Juni 2024 entschied ich mich dann, mir ein Leuchtturm B6 Notizbuch zu kaufen. War der Kauf zum Großteil durch meinen sehr fein auf mich abgestimmten Social Media Algorithmus inspiriert? Zweifelsohne. Und ich habe mit dem Journal genau so weiter gemacht, wie ich bis dato gefahren bin. Der einzige Unterschied: jetzt mit mehr Platz für meine Tagebucheinträge. ![]() Doch mehr Platz hieß auch, dass ich mehr Seiten zur Verfügung hatte und mehr ausprobieren konnte. Es dürfte also niemanden verwundern, dass ich anfing monatliche Lese-Statistiken in dem Buch zu notieren. Etwas Zusätzliches: Common Place Books haben es mir als Konzept sehr angetan. Prinzipiell ist die Idee mir nicht fremd, immerhin habe ich die ganzen Jahre zuvor genau das Gleiche in Notion gemacht und vor allem für meine Blogs hier auf VP. Aber auch privat habe ich Beiträge und Informationen gesammelt. Ganz im Sinne des Zibaldone (die Bezeichnung aus Italien für ein Sammelsurium während der Neuzeit - es ist etwas komplexer, aber vereinfacht gesagt) habe ich diese Kapitel angefangen "Heap of Things" zu nennen. Doch es dauerte nicht lange und auch das Layout wurde mir zu langweilig. Ich musste etwas Neues ausprobieren. Außerdem fing ich an, mir einige "Stimmungen" zu notieren und zu vermerken. E R S T E L E K T I O N Die Nummer mit dem Zibaldone hat sich für ca 2 Monate gehalten. Anfangs habe ich für jede Woche eine Seite eingerechnet und dann einfach auf den darauffolgenden Seiten bis zum Ablauf der nächsten vier Wochen mein commonplacing gemacht. Das funktioniert super bis ich entschied, dass ich The Age of Magical Overthinking großartig finde und das gesamte Buch annotieren und die meines Erachtens wichtigen Passagen rauskopieren muss. 20 Seiten (B6!) später habe ich aus meinem Fehler gelernt. Ich war anderthalb Monate damit beschäftigt und habe gelitten und entschieden, dass ich das nie wieder so handhaben möchte. Ich spiele mit dem Gedanken einen separaten Beitrag für Commonplacing und dergleichen zu machen, wenn euch das also interessiert, gerne einen Kommentar hinterlassen, damit ich weiß, wie intensiv ich ins Detail gehen soll. NEUES LAYOUT - WIEDER MAL Im September entschied ich dann, dass es einen Grund gibt, wieso alle so auf Bullet Journals stehen und habe meine Version desgleichen auf Steroide gebastelt. Das Layout ist in grob noch gleich wie vorher, nur komplett aufgemotzt. Im Prinzip des Rolling Weekly sind jetzt meine Tasks und Moods in einem Tracker, ich habe mir die Seiten gekürzt und einen Schlaf- und Launentracker an die Seite gepackt und meine Quartalsbewertung komplett aufgemotzt. ![]() Es geht langsam auf dem richtigen Weg, doch irgendwie war mir immer mehr danach zu schreiben. Ich musste mich aktiv zurücknehmen, weil ich nicht genug Platz auf einer Seite hatte, um eine ganze Woche dort unter zu bringen. Also entschied ich die Tracker von meinem Tagebuch zu trennen und auf eine Seite zu packen, mit den tagebucheinträgen als fließenden Text auf den kommenden Seiten. Das Layout-Konzept hat sich für zwei Seite gehalten, bis ich (motiviert durch Social Media - mal wieder) entschied, dass das Hobonichi Techo Layout zu emulieren mein Leben verbessern wird. Es ist kein Zufall, dass ich zeitgleich angefangen habe etwas intensiv zu werden, was das Bestickern und bemalen meiner Seiten anbelangt. Nicht falsch verstehen, die Seiten sehen traumhaft aus. Aber es ist eindeutig der Punkt, an dem ich entschieden habe, dass das jetzt MEIN Hobby ist und mein Leben sich darum drehen wird, dass ich Tagebuch führe. ![]() Über die kommenden Monate habe ich dann gelernt meine Tracker etwas logischer zu gestalten. Sprich entschieden, dass ich nicht für jede Woche eine neue Tabelle zeichnen muss, sondern eine große für alle 4 Wochen zusammen machen kann. Plötzlich hatte ich wieder Zeit für bessere To-Dos und meine Media-Tracker. Das commonplacing kam auch wieder - diesmal in dem Seitenrand und dem unteren Bereich, die durch das Emulieren des Hobonichi Layouts entstanden sind. Ich bin übrigens der Meinung, dass es hammergeil aussieht. ![]() Das neue Jahr, 2025, ist mit dem gleichen System, nur bedeutend mehr Struktur an den Start gegangen. Ich dachte wirklich ich sei ein Planer-Girly, aber realistisch gesehen kann ich den Mist nicht für mein Privatleben machen. Auf der Arbeit bin ich die mit dem farbkodierten Kalender und den wöchentlichen To-Do und Nice-to-Have Listen und die mit dem Durchblick und der separaten Liste für zukünftige Besprechungen und die Liste mit den verpassten Deadlines und die Liste mit den Erinnerungen in 6 Monaten. Das brauch ich zu Hause nicht, wo mein Lebensinhalt darin besteht mich zu erholen von dem Stress meiner Arbeit und dem Umstand, dass ich unter Menschen sein muss. Und das jeden verdammten Tag. (Ich mag die Menschen um mich auf der Arbeit. Sie sind nicht mein Problem. Die 3 Stunden öffentlicher Transport am Tag sind es. Und teilweise meine Eltern.) DIE TRENNUNG Mai 2025, nach mehreren immer wilder werdenden (und sind wir ehrlich, richtig toll aussehenden) Seiten, entschied ich mich dazu, meine ganzen Tracker in ein separates Notizheft zu verpflanzen. Geboren war mein Gesundheitsbuch. Das Stell ich euch, wenn ihr wollt in einem zweiten Blog zusammen mit meinem Lesejournal, meinen Buchgedanken und meinem Commonplace Heft vor. ![]() Ich fing an die Seiten anders zu nutzen und mehr darauf zu achten, dass ich sie auch gecheit fülle. In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder größere Flächen mit Stickern und Papier beklebt, weil ich den "leeren" Look nicht mag - etwas was sehr ich ist, ich liebe es wenn Leben in etwas steckt. Zu dem Zweck habe ich angefangen damit rumzuspielen in welche Richtung ich den Text drehe, um seltsame leere Flächen nutzen zu können. Oder ich habe den Text gedreht, um ihn inhaltlich mehr von den Tagebucheinträgen zu trennen. ![]() E X P E R I M E N T E Nach kurzer Zeit fing ich an immer mehr in die Falle des Journaling-Content zu fallen. Ich habe beim Aufräumen des alten Schulmaterials eine Menge Füller gefunden, die ich ausprobieren wollte und mich dazu aufgerafft mehr mit Farbe zu arbeiten. Ich mag es zwar gerne halbwegs bunt, aber zu viele Farben oder zu knallig gefiel mit am Ende dann doch nicht. Eines der größten Experimente war im Sommer, als ich versucht habe herauszufinden, ob mir ein anderes Layout nicht doch besser gefallen könnte. Geboren war das Hobonichi Weekly Vertical Layout Experiment. Für 4 Wochen habe ich versucht das Layout zu nutzen. Das Ende vom Lied: Die Hälfte aller Seiten sind nachträglich mit random Infos und Gedanken aufgefüllt worden und die letzte Doppelseite wurde kaum genutzt. ![]() Das ging offensichtlich nicht sehr gut aus. Ich habe in der Zeit lernen können, dass ich zwar recht regelmäßig schreibe, aber bei Leibe nicht jeden Tag gleich viel. manchmal sind die Unterschiede zwischen Wochen sogar so frappant, dass es nicht mal Sinn macht, im Vorfeld zu planen, wann ein neuer Monat beginnt. A U S B L I C K ![]() All diese Lektionen haben dazu geführt, dass ich in einem letzten Ansatz mein geplantes Layout für das kommende Jahr gefunden habe. 2026 habe ich die Größe des Heftes verkleinert und die Layouts etwas anders aufgeteilt. Das Jahr beginnt mit Projektübersichten (einfach weil ich das wieder zurück bringen will), dann eine Seite pro monatlicher Rückblick und dann geht es gleich mit den Journal-Seiten los. Die erste Seite jedes Monats ist eine Seite mit Aufgaben und Plänen für den Monat, einfach weil ich die Sachen irgendwo notieren muss. Und dann geht es fortlaufend weiter. Jeder Beitrag wird mit dem Datum über dem Beitrag kenntlich gemacht und der diesmal schmalere Seitenstreifen wird genutzt, um Medienkonsum zu notieren. Sprich Youtubevideos, die mir gefallen und Serien/Filme. Dies hatte ich relativ früh bereits angefangen und immer wieder sein gelassen, nur um es spätestens 3 Wochen darauf wieder anzufangen. S O N ST I G E S Wenn ihr weitere Fragen dazu habt, wie ich mein Tagebuch nutze oder wissen wollt, wie meine getrennten Notizbücher aussehen, lasst es mich gerne wissen. |