Willkommen bei Virtual Popstar!| Archiv 2025-12 |
![]() Dies ist eine kleine Blogserie über Dinge, die ich den entsprechenden Monat gemacht habe, entdeckt habe, was mich begeistert hat oder mir so wichtig ist, dass ich es nicht vergessen wollte. Vorgestellte Produkte sind keine Kaufempfehlung, sondern meine Entscheidung, wie ich mit meinem Gehalt umgehe. Das ist nicht notgedrungen vernünftig, allerdings führt reine Vernunft nicht immer zu Glück und Zufriedenheit, was meine erste Priorität ist. Jeder Archivbeitrag ist aufgeteilt in diese fünf Kategorien: Für den Körper - alles für das leibliche Wohl Für die Hände - alles für die kreative Balance Für den Geist - alles, was ich als intellektuelle Bereicherung sehe oder Gedanken bei mir anstößt Für die Seele - alles, was nichts weiter tut, als mich glücklich machen Mein Tagebuch - ein Blick auf die Seiten in meinem Tagebuch, einfach weil mies stolz auf die Layouts bin. Eigentlich gehört alles zumindest zu einem gewissen Teil in die Kategorie Für die Seele, allerdings kann ich nicht bei allem einen weiteren Nutzen rationalisieren, außer dass es mich glücklich macht. F Ü R D E N K Ö R P E R S a m y a n g C r e a m y B u l g o g i In einem Anfall von "warum zur Hölle nicht" habe ich im Supermarkt eine Packung Samyang Creamy Bulgogimitgenommen. Leicht spicy, sehr lecker und für Fertig-Nudeln definitiv in der Luxusklasse was die Zubereitung und Komplexität ohne weitere Zutaten anbelangt. F Ü R D I E H Ä N D E L i b r a r y o f W i s d o m B o o k N o o k Auf der Flucht vor meiner aktuellen BookNook (ich heule, wenn ich noch eine Espressotasse aus Papier falten muss), habe ich mir ein Set komplett aus Holz gekauft. Ich denke der Schwierigkeitsgrad bei den Sachen (diese BookNook war auf 4/5 bewertet) ist wirklich nur, dass es länger dauert die Teile fertig zu bauen. Ich habe eine andere BookNook aus der gleichen Reihe, die auf 2/5 bei der Schwierigkeit gewertet wurde, was genauso komplizierte und komplexe Teile hatte und lediglich kleiner war. (Ich habe die neue BookNook in ca 6 Stunden komplett fertig gebaut gehabt.) F Ü R D E N G E I S T Reading is one of the few culturally sanctioned markers of intelligence that still survives. It's a subtle form of achievement. - Closed Stacks: Why Audiobooks Feel Different From Reading (YouTube) W h y A u d i o b o o k s F e e l D i f f e r e n t F r o m R e a d i n g - V i d e o E s s a y Da ich viel lese, bin ich auch passiv in der Buch-Community unterwegs und kriege regelmäßig die großen Diskussionen mit. Ein absoluter Evergreen ist hierbei die Diskussion darum, ob Hörbücher "richtige Bücher" sind. So bescheuert es klingt, aber dieses Video trifft die ganze Diskussion in meinen Augen auf genau der richtigen Stelle, weil es sich eben nicht nur mit der Semantik beschäftigt, sondern versucht zu fassen, wieso es so ein emotional geladenes Thema ist, bei dem es vielen Leuten wichtig ist, dass sie Recht haben, und wieso die Argumente sich an der eigenen Interpretation, was es heißt ein Leser zu sein, orientieren. Ein super Video für alle, die über die Argumentation "lesen tut man mit den Augen, nicht mit den Ohren" und "wenn ich den Inhalt kenne, dann kenn eich auch das Buch" hinaus wollen. L a t e B l o o m e r s P o d c a s t Die Shorts von den beiden werden mir seit Jahren immer wieder vom Algorithmus vorgeschlagen, doch in den letzten ca. 17 Monaten habe ich angefangen mich immer mehr damit anzufreunden, dass egal wo man sich auf dem Spektrum des Neurotypisch-Neurodivergenten Seins befindet, ziemlich viel in unserem Leben und der Art wie wir in der Gesellschaft funktionieren für niemanden wirklich gemacht ist. Während der Zeit, als ich von Hamburg zurück zu meinen Eltern gezogen bin und nach einer Arbeit gesucht habe, war ich eine Weile in Behandlung wegen Traumata. Nicht ursprünglich; ursprünglich war ich in Therapie wegen, wie meine Hausärzte es so schön formulierten, Sozialängsten. Dass sich das Ganze zur Traumatherapie entwickelt hat, hat in etwa zwei Sitzungen gedauert. Nichts ist toller, als bei seinem Psychiater zu sitzen und zu denken, man sei wegen eines sehr spezifischen Problems da, dann aber merkt, dass man für etwas mehr Kontext weiter ausholen muss. Und plötzlich merkt man, dass der Therapeut immer angespannter wird, einen intensiv mit zum Rede-Stop hochgehobener Hand anschaut und dann ganz vorsichtig fragt, dass das ja aber wohl eine recht traumatische Erfahrung gewesen sein muss. Als einzige Reaktion darauf kommt von einem selbst dann nur ein Lachen und die Aussage: "Ach was, die letzten drei Male, dass ich jemandem davon erzählt hab, hab ich es geschafft ohne auch nur eine Träne zu vergießen". Nach ca 3 Sekunden Stille endete das ganze dann in einem hysterischen Heulkrampf, der über eine halbe Stunde angedauert hat. Dort habe ich gelernt ("gelernt" im Sinne von: ich wurde mehrfach daran erinnert und versuche nach wie vor mir selbst zu sagen), dass es für unser Wohlbefinden kein Richtig oder Falsch gibt. Es gibt Dinge, die uns gut tun, und Dinge, die uns schlecht tun. Und es gibt viele universelle Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, aber die Details sind für jeden komplett anders. Wenn es darum geht Hilfe zu bekommen und etwas zu tun, was das Leben einen Krümel weniger Scheiße macht, ist vollkommen egal für wen das Tool konzipiert wurde. Wenn es dir hilft, dann nutze es. Wenn es dir hilft, dann wurde es für dich gemacht - egal ob dein Name drauf steht oder nicht. Als ich angefangen habe zu arbeiten, habe ich enorm damit zu kämpfen gehabt, dass ich viel weniger die Möglichkeit hatte, mich aus Situationen zu entfernen, die mich überlastet haben. Irgendwann stoßen eben alle "simplen" Lösungen an ihre Grenzen. Das beste Beispiel hierfür ist, dass ich irgendwann angefangen habe, nicht mehr damit klar zu kommen, mit dem Bus zu fahren. Ich nutze den öffentlichen Verkehr von und zur Arbeit und bin natürlich nicht die einzige. Weil mir zu viele und vor allem zu laute Menschen im Bus waren, habe ich angefangen früher zur Arbeit zu fahren und später heim. Das hat dazu geführt, dass ich konsequent Überstunden gemacht habe, was meine Ermüdung und somit meine Unfähigkeit mit Unannehmlichkeiten klar zu kommen gesteigert hat. Es war auf lange Sicht einfach keine Lösung. Ich konnte aber auch nicht einen volleren Bus nehmen, weil ich dann abends heulend und mit blutig gebissenen Innenseiten der Wangen zu Hause ankam, weil die einzige, mir bewusste, sozial zulässige Methode mit dem Stress umzugehen, eine Rückkehr zum Zerbeißen meiner Mundhöhle war. Was wirklich keine gute Idee ist; Vernarbungen im Mundraum sind nicht toll mit Blick auf Zahnhygiene. Und dann fand ich in einer schlaflosen Nacht, weil ich so fertig mit dem Nerv war, dass ich nicht einschlafen konnte, ein Video darüber wieso lärmunterdrückende Ohrenschützer so beliebt bei Menschen mit Autismus sind und wieso sie helfen können bei Überforderung durch Lärmbelästigung nicht komplett auszurasten. Und weil mein Mund seit Jahren wieder so weh tat wie lange nicht mehr, dachte ich mir: Was hast du zu verlieren? Ich kaufte mir also kleine Schaum-Ohrstöpsel zum Testen und war so begeistert von dem Unterschied, der schon nach Wochen zu spüren war, dass ich mir kurz darauf Kopfhörer mit Noise-Cancelling Funktion gekauft habe, damit ich selbst beim Musikhören im Bus meine Ruhe haben konnte. Seitdem suche ich mit einer gewissen Regelmäßigkeit nach Hilfestellungen für jegliche Art von Einschränkungen. Vieles ist für mich nicht notwendig oder gar brauchbar, aber dann und wann stoße ich auf Probleme, die mich auch plagen, und finde eine Bandbreite an Lösungsansätzen, die ich austesten kann. So habe ich eine Fingerübung gefunden, die mir dabei hilft, wenn meine Hände wieder taub werden und kribbeln. R o m a n c e o p o l y 2 0 2 6 - G a m e p l a n Ich werde nächstes Jahr an der Lese-Challenge "Romanceopoly 2026" teilnehmen. Weil ich nicht ganz so hardcore bin und auch andere Bücher lesen möchte, werde ich es mir selbst erlauben ein Buch beliebige Male für alle passenden Tropes und Quest-Ziele zu benutzen. Heißt, auch wenn ich theoretisch 40 Bücher lesen müsste, um die 40 Quests zu erfüllen, kann ich mit gut gewählter Lektüre diese Quests mit bedeutend weniger Büchern abschließen. Um mir dies etwas zu vereinfachen, habe ich mir die Notion Template herunter geladen (ich nutze Notion eigentlich nicht mehr, vor allem nicht für Dinge, die ich selber schreibe, da ich seit der Einführung des AI Tools massive Zweifel daran habe, dass nicht irgendwann doch die Userdaten genutzt und verkauft werden), und begonnen meine geplanten Bücher für das kommende Jahr einzutragen und dann aufzuteilen. Ich habe (aktueller Stand seit Mitte Dezember) 54 Bücher, die ich entweder gekauft, bei einem Stuff Your Kindle Event ergattert, oder bei einem Giveaway gewonnen habe, und ich möchte die Zahl dieses Jahr echt runter kriegen. Ich lese zwar zum Großteil aus der Bibliothek, aber wenn ich immer nur weiter Bücher kaufe und meine eigenen Bücher nicht lese, dann bräuchte ich sie im Endeffekt eigentlich auch nicht kaufen. (In diesem Zusammenhang gibt es für das kommende Jahr auch einige persönliche Challenges. Sollte ich jemals einen Reading Journal Beitrag machen, dann werde ich es dort vorstellen.) Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr mit der Challenge voran geht. Da ich mich schon freue einige der geplanten Bücher zu lesen (Bücher, deren Lesedatum ich extra nach hinten verschoben habe, um sie für diese Challenge nutzen zu können), denke ich, dass die ersten Monate enormer Fortschritt zu vermessen sein wird. Und natürlich weil ich bei der Planung schon angefangen habe es so zu drehen, dass ich im April mit der Challenge fertig sein könnte, was definitiv keien gute Idee ist und ein Ziel, auf welches ich nicht hinstreben sollte. F Ü R D I E S E E L E The erotic is not decoration; it is design. It builds the architecture of the life we secretly want. - Tamara (Museguided): Erotic Decisions. (Substack) Y a m a - G u r i T i n t e . P i l o t Ich habe Mitte des Jahres angefangen bunte Tinte in meinem Journal zu nutzen statt meines schwarzen Kulis. Während circa dem Herbst liebäugelte ich mit dieser dunklen wenig-gesättigten Braun-Farbe. Im Dezember bin ich dann endlich dazu gekommen, meine Füllfeder und den Converter zu reinigen (weil ich eine Weile lang nicht mehr kontinuierlich aufgefüllt habe und den Füller endlich leer geschrieben habe) und habe sofort den Moment genutzt die Farbe auszutauschen. Und ich LIEBE sie. K u s m i L e D e s s e r t T e e Einfach eine himmlische Mischung. M E I N T A G E B U C H ![]() ![]() ![]() ![]() |