Yorukumo Schrieb:
Libellulinae Schrieb:
Sehr interessant btw wie man das alles erkennt. Weißt du das alles bzw befasst du dich mit sowas generell?
Masi hat die Scherbe da platziert für dich Masilein Schrieb:
Wenn ihr auf einem bekannten keltischen Oppidum sitzt und nur diese eine Keramik rauskam, sonst keine weiteren Strukturen, dann ist es zwar nicht unmöglich, dass die Keramik mittelalterlich ist. Aber ein sechser im Lotto ist wahrscheinlicher.
Man findet mittelalterliche Keramik selten absolut isoliert, sondern oft im Kontext mit mittelalterlichen Strukturen. Anders sieht es bei früherem Material aus (also gallo-römisch bis keltisch und noch weiter zurück-liegend), wo man ganz gerne quasi frei rumliegendes Material hat, einfach dadurch, dass wenige der Siedlungsspuren generell erhalten sind (weil länger her und durch das Material).
Ich denke fragt mal an, was ihr an Zuschüssen bekommen könnt und unter welchen bedingungen. Das Nachfragen selbst kostet ja nix. Und dann macht ihr eine Rechnung anhand dessen und was halt die Archäologen empfehlen.
Wie groß war denn eigentlich die Fläche, auf der die Archäologen Sondagen gemacht haben? War es nur ein Sondageschnitt oder mehrere über das Gelände verteilt?
Das war nur einer bisher. Libellulinae Schrieb:
Aber was witziges: der Archäologe schätzt den Fund auf den Zeitraum der Kelten, der Typ vom Amt meinte das sei aus dem Mittelalter. Der Archäologe zu meinem Freund als der Beamte weg war "das sind nur ausgebildete Techniker die von Archäologie keine Ahnung haben".
... es gibt SEHR große Unterschiede zwischen keltischer und mittelalterlicher Keramik... Also sogar ich kann mittlerweile so manche Keramik auf älter oder früher einschätzen, einfach anhand der Beschaffenheit und ich hab das weder gelernt noch aktiv damit zu tun. Ich seh die Datierungen nur in den Berichten und manchmal Fundmaterial in unserer Restauration. Und keltische Keramik ist oft sehr "grober" Ton (mit viel Füllmaterial drin) und weicher gebrannt, wobei billige Mittelalterkeramik zwar ähnlich aussieht, allerdings oft viel länger und heißer gebrannt wurde und dadurch die Oberfläche ganz anders aussieht. Außerdem haben sie anderes Füllmaterial für den Ton benutzt, was aber wirklich einen Experten benötigt zur Identifizierung (also entsprechende Schulung in Keramik reicht für grob aus, aber man kann sich komplett auf bestimmte Zeitepochen spezialisieren (und dann ist "keltisch" und "mittelalterlich" sogar schon zu grob als Zeitfassung).Aber was witziges: der Archäologe schätzt den Fund auf den Zeitraum der Kelten, der Typ vom Amt meinte das sei aus dem Mittelalter. Der Archäologe zu meinem Freund als der Beamte weg war "das sind nur ausgebildete Techniker die von Archäologie keine Ahnung haben".
Wenn ihr auf einem bekannten keltischen Oppidum sitzt und nur diese eine Keramik rauskam, sonst keine weiteren Strukturen, dann ist es zwar nicht unmöglich, dass die Keramik mittelalterlich ist. Aber ein sechser im Lotto ist wahrscheinlicher.
Man findet mittelalterliche Keramik selten absolut isoliert, sondern oft im Kontext mit mittelalterlichen Strukturen. Anders sieht es bei früherem Material aus (also gallo-römisch bis keltisch und noch weiter zurück-liegend), wo man ganz gerne quasi frei rumliegendes Material hat, einfach dadurch, dass wenige der Siedlungsspuren generell erhalten sind (weil länger her und durch das Material).
Ich denke fragt mal an, was ihr an Zuschüssen bekommen könnt und unter welchen bedingungen. Das Nachfragen selbst kostet ja nix. Und dann macht ihr eine Rechnung anhand dessen und was halt die Archäologen empfehlen.
Wie groß war denn eigentlich die Fläche, auf der die Archäologen Sondagen gemacht haben? War es nur ein Sondageschnitt oder mehrere über das Gelände verteilt?
Sehr interessant btw wie man das alles erkennt. Weißt du das alles bzw befasst du dich mit sowas generell?



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